Montag, 24. Oktober 2011

Meine Seele hat kein Geschlecht

Teil 1 von 4


Teil 2 von 4


Teil 3 von 4


Teil 4 von 4



Mittwoch, 12. Oktober 2011

Fun, Fun, Fun!!!


Carving the Mountains from Juan Rayos on Vimeo.

Samstag, 1. Oktober 2011

Der schuldige Beweis:

Vor knapp einem Jahr habe ich ja mal groß getönt, dass ich mich mit meiner damals neu erworbenen Nähmaschine nun ans Schneidern wagen würde. Seitdem ist einige Zeit vergangen und in der Tat habe ich es, trotz notorischem Zeitdefizit geschafft, mein Geschick in handwerklichen Dingen auch hier unter Beweis zu stellen. Das erste was ich nähte war eine Schürze für meinen Vater der, wie Männer eben so sind, es grundsätzlich ablehnte eine Schürze zu tragen da diese erstens viel zu klein für ihn seien und er zweitens als Mann saudämlich damit aussehen würde. Also bekam er von mir eine gaaaanz große Schürze in extra robuster Ausführung verpasst, damit er diese Argumente nicht wieder anwenden kann. Außerdem sieht diese Schürze jetzt auch absolut männlich aus, so das er nun keine Angst mehr haben muss sich zum Deppen zu machen. Leider kann ich Euch kein Foto von diesem männlichen Prachtexemplar (ich meine die Schürze, nicht meinen Vater ;-) ) zeigen, da er sich vehement weigert in diesem Outfit fotografieren zu werden. Naja, vielleicht erwische ich ja noch irgendwann eine gute Situation und werde ihn unauffällig beim kochen oder backen ablichten können...

Meine nächsten Nähschritte waren hingegen etwas einfacher und bezogen sich mehr auf die Ausbesserung und Reparatur einzelner Kleidungsstücke, was nicht gerade sehr repräsentativ ist und deswegen auch nicht als Fotobeweis herhalten kann.

Ach ja, meine Frau und Partnerin wollte unbedingt neue Kissenbezüge für unser Sofa haben, und so nähte ich sie ihr kurzerhand. Doch oh je, jetzt hat sie Kissenbezüge aber noch immer keine passenden Kissen zu ausfüllen, daher muss auch diese Beweislast erst einmal zur Seite geschoben werden.

Also kommen wir zu meinem bislang größten Highlight, dem Cocktail-Kleid. Eigentlich sollte es ein Kleid für meine Frau werden und so suchten wir gemeinsam nach einem passenden Schnitt aus dem Burda Sortiment.Und da die Idee zum Kleid im Frühjahr aufkam, entschieden wir uns für ein luftiges Sommer-Cocktail-Kleid. Da es mein erstes komplettes Kleidungsstück sein würde und es auch mein erster Versuch mit einem vorgegebenen Schnitt werden sollte, entschied ich mich für einen sehr günstigen Stoff, der zufälligerweise zum damaligen Zeitpunkt im Angebot war. Meiner Frau sagte dieser leichte Stoff mit seinem Muster zwar nicht so zu aber in Anbetracht der Prototyp-Situation und der Tatsache, dass sie womöglich dieses Kleid sowieso nur auf der heimischen Terrasse tragen könnte, akzeptierte sie meine Auswahl.

Im Nachhinein betrachtet wäre solch ein Kleid locker an einem ausgiebigen Arbeitstag fertigzustellen. Da ich aber beruflich sehr eingespannt war und mich auch erst mit den Vorgaben eines fertigen Schnittes auseinander setzen musste, wurde dieses Projekt zu einer Langzeitbeschäftigung über mehrere Monate (mit entsprechenden Pausen zwischen den einzelnen Arbeitsschritten). Mitten im verregneten Sommer war es dann soweit und das Kleid war endlich fertig. Doch leider war das Wetter alles andere als passend für solch ein Kleid und so blieb es nach einer ersten Wäsche mehrere Wochen am Grunde unseres Bügelbergs liegen und geriet fast schon in Vergessenheit.
Nachdem ich mich dann endlich durch den Wäscheberg gebügelt hatte und das Kleid bereit gewesen war aufgetragen zu werden, fehlte meiner Partnerin die Gelegenheit und die Lust es zu tragen. Und so lag es nun im Schrank und wurde von einem Kleidungsstück nach dem Anderem überlagert bis es gänzlich aus dem Auge verschwand.
Doch dann passierte mir beim abermaligen Bügeln ein kleines Missgeschick und es fielen beim Einräumen einiger Blusen einige Kleidungsstücke aus dem Regal, darunter auch das Cocktail-Kleid. Und da war es dann wieder, mein Musterstück und Prototyp auf den ich so stolz war. Ich fragte mich, ob es mir wohl auch passen würde, immerhin bin ich locker einen Kopf größer als meine Partnerin, dafür haben wir aber obenherum in etwa die gleichen Maße. Vielleicht wäre es etwas kürzer als bei ihr aber sonst müsste es eigentlich passen. Um diese Frage zu klären blieb nur eine Lösung übrig: anziehen!

Und was soll ich Euch sagen, ich habe mich verliebt. Nicht nur das ich es selber gemacht habe und es mir sogar passt. Auch wenn es an mir eher wie ein Mini-Kleid wirkt, es steht mir gut und trägt sich auch wunderbar (trotz billigem Stoff!). Leider ist das Foto etwas unscharf geworden, das habe ich erst im Nachhinein am Rechner festgestellt. Und auch die Pose ist nicht wirklich anschaulich da ich obenherum doch etwas eingeklemmt wirke (was aber nur auf dem Bild so wirkt), hier werde ich mit einem neuen Bild noch nachbessern müssen. Aber als Beweis dürfte es trotzdem tauglich sein. Und wenn ich das nächste Mal wieder zu Hause bin, werde ich versuchen ein besseres Foto zu schießen, bis dahin soll dieses hier ausreichen.


Ich kann Euch nur sagen, es ist ein schönes Gefühl etwas selber gemacht zu haben. Das wusste ich zwar auch schon vorher aber in Bezug auf ein Kleidungsstück ist es noch einmal etwas anderes. Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben, habe mir die nächsten Projekte schon ausgedruckt und muss sie mir nur noch zusammen kleben und den passenden Stoff bestellen. Und dann kann die kalte Jahreszeit kommen, ich habe genug zum nähen! :-)