Mittwoch, 21. April 2010

The sweet brain

Hallo an alle, die dieser Blog angesprochen hat bzw. die sich für dieses Thema interressieren!

Ich habe mir lange überlegt, ob es überhaupt Sinnvoll ist bei all den vielen Blogs, Websites, Communities, etc. auch noch meinen Senf zum Thema Transsexualität als eigenständigen Blog zu veröffentlichen. Doch wie man sieht, konnte ich nicht davon ablassen und das hat folgende Gründe:

Ich selbst sehe mich als Transsexuell und zwar genauer gesagt als Mann-zu-Frau (MzF) Transsexuelle. Und wie sicherlich viele andere in meiner Situation, so habe auch ich das Internet genutzt um mich über die Symtomatik meiner Gefühle zu informieren. Natürlich bietet das Web zu allen nur ansatzweise passenden Dingen eine mehr oder weniger vielversprechende Antwort. Doch beim Anklicken entpuppt es sich nicht selten als Entäuschung.

Natürlich gibt es auch Literatur im größeren Umfang, aber auch hier meist eher aus einseitigen und persönlichen Perspektiven. Schlussfolgerungen auf die eigene Situation oder gar Empfehlungen für einen besseren Umgang mit expliziten Ereignissen lassen sich dabei leider nur mehr schlecht als recht entnehmen.

In den meisten Fällen sieht sich jede(r) Transsexuelle doch eher alleine gelassen mit seinen Problemen und versucht für sich selbst Antworten und Lösungen zu finden. Nicht jeder ist gleich so offen, mit Freunden oder Familienangehörigen über seine Probleme zu reden. Und was den angeratenen Psychologen angeht, nun dieser muss sich ja selber erst einmal in die Personon seines gegenüber einfühlen. Wenn es ihm gelingt, kann er durchaus Hilfestellungen geben oder nach allgemein bekannter Praxis bzw. Erfahrungswerten vorgehen. Doch nur ganz selten wird er selber ein transsexuelles Leben gefühlt haben. Seine Hilfe ist wichtig aber kein Allheilmittel.

Ich möchte mit diesem Blog meinen Werdegang weitestgehend chonologisch Verfolgen und meine eigenen Überlegungen und Erfahrungen einbringen. Da ich selbst langsam auf die vierzig zu gehe und zudem noch sehr stark nach Mann aussehe, halte ich die Darstellung meiner Situation für recht repräsentativ. Denn wer hat schon das Glück mit der Pubertät den Geschlechterwechsel vornehmen zu dürfen. Zudem bin ich mit einer biologischen Frau leiert, die von meiner Transsexualität nichts weiß; mich höchstens für sehr weiblich (vielleicht tuntig) hält. Auch das dürfte dem weitestgehenden Schnitt aller (zumindest MzF-) Transsexueller gleichen.

Wie gesagt, mein gesamter "Senf" den ich hier abgebe, entspricht meiner eigenen Meinung. Sollte jemand anderer Meinung sein, Ergänzungen, Korrekturen oder Richtigstellung für nötig halten, möge er sich einbringen! Dieser Blog ist das schriftliche Bild eines Lebens. Möge er Leben!

christina